Uyghurning Halakitining Sewepliri  We Chiqish Yoli

-Bir Millet Özining Béshigha Kelgen Yaxshi we Yaman Künliridin Hemmidin Burun Özi Jawapkardur!

-Xatiremdin

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Biz Xata Yolgha Kirip Qalduq, Biz Özimizni Tonuyalmiduq, Biz Düshmenni Toniyalmiduq, Biz Dostni Toniyalmiduq, Biz Tereqqi Qilalmiduq, Biz Yol Tapalmiduq, Biz Toghra Pilan Tüzelmey Qalduq, Biz Toghra Ghaye Tikliyelmey Qalduq, Biz Toghra Siyaset Tüzelmey Qalduq, Biz Toghra Taktika Tüzelmey Qalduq, Biz Toghra Istiratégiye Békitelmey Qalduq, Biz Xelqimizni Toghra Yolgha Bashliyalmay Qalduq, Biz Nillitimizge Rehberlik Qilalmay Qalduq, Biz Arqida Qalduq,

Biz Yéngilduq, Biz Meghlup Bolduq; Sewebi Milliy Ang, Milliy Irade We Milliy Rohtin Ajrap Kettuq; Sewebi Ang Sewiye, Bilim We Exlaqta Dunyagha Egiship Nangalmiduq; Sewebi Bizning Jemiyitimiz Buzulup Ketti, Bezilerde Deltilik, Bezilerde Bilimsizlik, Bezilerde Rohiy Ghalibiyetchilik, Bezilerde Chüshkünlük, Bezilerde Ümitsizlik, Bezilerde Yalqawliq, Bezilerde Xurapatliq, Bezilerde Radikal Dinchiliq, Bezilerde Ongchil Milletchilik, Bezilerde Teslimiyetchilik, Bezilerde Hangwaqtiliq, Bezilerde Bengwashliq, Bezilerde Munapiqliq, Bezilerde Nadanliq, Bezilerde Qashshaqliq, Bezilerde Tuzkorluq, Bezilerde Xayinliq, Bezilerde Munapiqliq, Bezilerde Ikki Yüzlimichilik, Bezilerde Wijdansizliq, Bezilerde Exlaqsizliq, Bezilerde Nomussizliq, Bezilerde Teyyartapliq, Bezilerde Shexsiyetchilik, Bezilerde Yalghanchiliq, Bezilerde Semimiyetsizlik, Bezilerde Bineplik, Bezilerde Zeherxendilik, Bezilerde Ebgahliq, Bezilerde Gedenkeshlik, Bezilerde Yalghanchiliq, Bezilerde Qizil Közlük, Bezilerde Aldamchiliq, Bezilerde Wapasizliq, Bezilerde Shexsiyetchilik, Bezilerde Horunluq, Bezilerde Isteksizlik, Bezilerde Nainsapliq, Bezilerde Horunluq, Bezilerde Bilimsizlik, Bezilerde Tejiribesizlik, Bezilerde Qizilközlük, Bezilerde Imansizliq, Bezilerde Insapsizliq, Bezilerde Semimiyetsizlik, Bezilerde Rehimsizlik, Bezilerde Namertlik, Bezilerde Qorqunchaqliq, Bezilerde Nainsapliq, Bezilerde Bedxuyluq, Bezilerde Haramzadelik, Bezilerde Merhemetsizlik, Bezilerde Adaletsizlik, Bezilerde Achközlük, Bezilerde Adimiyetsizlik, Bezilerde Jüretsizlik, Bezilerde Ebgahliq, Bezilerde Axmaqliq, Bezilerde Dötlük, Bezilerde Sarangliq, Bezilerde Qulchiliq, Bezilerde Özmeptunluq, Bezilerde Öznepret, Bezilerde Shekilwazliq, Bezilerde Shöhretpereslik, Bezilerde Abroyperestlik, Bezilerde Qorqunchaqliq, Bezilerde Tejiribesizlik, Bezilerde Béjiriksizlik, Bezilerde Achközlük, Bezilerde Nepsaniyetchilik, Bezilerde Qaraniyetchilik, Bezilerde Sadaqetsizliq, Bezilerde Pahashewazliq, Bezilerde Pahishelik, Bezilerde Oghurluq, Bezilerde Qaraqchiliq, Bezilerde Bulangchiliq, Bezilerde Mekkarliq, Bezilerde Nashükürilik Yamrap Ketti.

Biz Teqdirimizni Özgertish Üchün Zamaniwi Bilimlerge Ige Bolishimiz, Özimizni, Dostimizni, Düshminimizni, Téximu Toghrasi Ghayimizni, Yolimizni, Iqbalimizni Toghra Tonushimiz Lazim!

Undaqken Toghra Yol We Bu Késellerning Dawasi Bolsa, Penni Mektep, Zamaniwiy Kitap We Ilghar Bilimlerdur! Millitimizning Rohiyitini Mikrop we Virustek Qaplap Ketken Ashu Illetlerdin Qurtulush Üchün Zamaniwilashqan Ilim-Pen’ge, Islah Qilin’ghan Örpi-Adetlerge We Tebiyetke, Rohiyetke We Jemiyetje Paydiliq Tebligh Qilin’ghan Diniy Meripetke Éhtiyahimiz Bardur! 

Biz Uyghurlaning Xuy Peylimiz Bizning Birinchi Nomurluq Düshminimizdur! Biz Özimizge Taqabil Turmay Turup, Düshmen’ge Taqabil Turalmaymiz! Özimizge We Düshmenimizge Taqabil Turushning Charesi Mektep, Kitap we Muellimdur!  Mektep Jengkgahqa, Kitap Quralgha  We Muellim Qomandan’gha Aylannay Turuo Biz Ghelbe Qilalmaymiz! Bizni Bugünki Éghir Künlerdin Peqet Ilim-Pen, Exlaq we Meripetlam Qurtuldurup Alalaydu!!!

Toghra Bolghan Mektep, Zamaniwi Kitap We Dewirge Xas Muellimlerla Jahalet, Qulchiliq we Zulum Ichidin Qurtuldurup Chiqalaydu!

K.U.A

06.01.2026 Gérmaniye

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Die Ursachen der Tragödie der Uiguren und der Weg aus ihr heraus

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Wir sind auf einen falschen Weg geraten.

Wir haben uns selbst nicht erkannt.

Wir konnten den Feind nicht erkennen.

Wir konnten den Freund nicht unterscheiden.

Wir konnten uns nicht entwickeln.

Wir konnten keinen Weg finden.

Wir waren nicht imstande, einen richtigen Plan zu erstellen.

Wir konnten kein klares Ziel festlegen.

Wir konnten keine richtige Politik formulieren.

Wir konnten keine richtige Taktik entwickeln.

Wir konnten keine tragfähige Strategie bestimmen.

Wir konnten unser Volk nicht auf den richtigen Weg führen.

Wir konnten unserer Nation keine Führung geben.

Wir sind zurückgeblieben.

Wir wurden besiegt, wir haben verloren.

Der Grund dafür ist, dass wir uns von nationalem Bewusstsein, nationalem Willen und nationalem Geist entfernt haben.

Der Grund ist, dass unser geistiges Niveau, unser Wissen und unsere Moral nicht mit der Welt Schritt halten konnten.

Der Grund ist, dass unsere Gesellschaft zerfallen ist:

Bei manchen herrscht Fanatismus,

bei manchen Unwissenheit,

bei manchen geistige Überheblichkeit,

bei manchen Niedergeschlagenheit,

bei manchen Hoffnungslosigkeit,

bei manchen Faulheit,

bei manchen Aberglaube,

bei manchen religiöser Radikalismus,

bei manchen rechter Nationalismus,

bei manchen Unterwürfigkeit,

bei manchen Opportunismus,

bei manchen Dummheit,

bei manchen Heuchelei,

bei manchen Unmoral,

bei manchen Armut,

bei manchen Korruption,

bei manchen Verrat,

bei manchen Doppelzüngigkeit,

bei manchen Gewissenlosigkeit,

bei manchen Ehrlosigkeit,

bei manchen Schamlosigkeit,

bei manchen Vorteilsdenken,

bei manchen Egoismus,

bei manchen Lüge,

bei manchen Unaufrichtigkeit,

bei manchen Naivität,

bei manchen Giftigkeit,

bei manchen Hinterlist,

bei manchen Grausamkeit,

bei manchen Täuschung,

bei manchen Treulosigkeit,

bei manchen Machtgier,

bei manchen Verantwortungslosigkeit,

bei manchen Ungerechtigkeit,

bei manchen mangelnde Bildung,

bei manchen Unerfahrenheit,

bei manchen Glaubenslosigkeit,

bei manchen Herzlosigkeit,

bei manchen Rücksichtslosigkeit,

bei manchen Feigheit,

bei manchen Boshaftigkeit,

bei manchen Unmenschlichkeit,

bei manchen Gesetzlosigkeit,

bei manchen Maßlosigkeit,

bei manchen Trägheit,

bei manchen Sklavenmentalität,

bei manchen Selbstverherrlichung,

bei manchen Selbstverachtung,

bei manchen Äußerlichkeitswahn,

bei manchen Ruhmsucht,

bei manchen Ehrgeiz um Ansehen,

bei manchen Maßlosigkeit,

bei manchen Triebhaftigkeit,

bei manchen Habgier,

bei manchen Verrat an Werten,

bei manchen Korruption,

bei manchen Diebstahl,

bei manchen Räuberei,

bei manchen Betrug,

bei manchen Heuchelei.

Und bei manchen hat sich Undankbarkeit ausgebreitet.

Wenn wir unser Schicksal ändern wollen, müssen wir uns modernes Wissen aneignen.

Wir müssen uns selbst, unsere Freunde und unsere Feinde richtig erkennen;

wir müssen unsere Ziele, unseren Weg und unsere Zukunft klar begreifen.

Wenn es also einen richtigen Weg und eine Heilung für diese Krankheiten gibt, dann sind es:

moderne Schulen,

wissenschaftliche Bücher

und fortschrittliches Wissen.

Um diese Krankheiten zu überwinden, die den Geist unserer Nation wie Mikroben und Viren befallen haben, brauchen wir:

eine moderne Wissenschaft,

reformierte Traditionen und Bräuche,

eine Natur-, Geist- und gesellschaftsverträgliche religiöse Aufklärung.

Der Charakter und die Denkweise der Uiguren sind unser Feind Nummer eins.

Solange wir uns selbst nicht entgegenstehen und uns selbst korrigieren, können wir dem Feind nicht entgegentreten.

Der Weg, sich selbst und dem Feind zu begegnen, führt über:

Schule,

Buch

und Lehrer.

Solange die Schule nicht zum Schlachtfeld,

das Buch nicht zur Waffe

und der Lehrer nicht zum Kommandanten wird,

können wir keinen Sieg erringen.

Aus diesen schweren Tagen können uns allein Wissenschaft, Moral und Bildung retten!!!

Nur richtige Schulen, moderne Bücher und zeitgemäße Lehrer können uns aus Unwissenheit, Knechtschaft und Unterdrückung befreien.

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Gerne, hier folgt eine philosophische Interpretation des Textes, sachlich, tiefgehend und systematisch:

Philosophische Interpretation

„Die Ursachen der Tragödie der Uiguren und der Weg aus ihr heraus“

1. Selbstverfehlung als Ursprung der Krise

Der Text begreift die Tragödie nicht primär als äußere Katastrophe, sondern als Resultat einer inneren Entfremdung. Philosophisch gesprochen handelt es sich um eine Form der Selbstverfehlung (ἀμαρτία):

Das Volk hat aufgehört, sich selbst zu erkennen – und damit auch aufgehört, zwischen Freund und Feind, Ziel und Irrweg zu unterscheiden. Erkenntnislosigkeit wird hier zur Wurzel allen Scheiterns.

Diese Diagnose erinnert an Sokrates’ Forderung: „Erkenne dich selbst.“

Ohne Selbsterkenntnis gibt es weder moralische Orientierung noch politisches Handeln.

2. Niederlage als geistiger Zustand

Die im Text beschriebene Niederlage ist nicht nur militärisch oder politisch, sondern geistig und moralisch.

Besiegt ist nicht zuerst das Territorium, sondern der Wille, der Geist und das Bewusstsein.

Hier zeigt sich eine Nähe zu Hegels Geschichtsphilosophie:

Völker gehen nicht zugrunde, weil sie besiegt werden, sondern weil sie den inneren Zusammenhang von Vernunft, Freiheit und Verantwortung verlieren.

3. Gesellschaftliche Zersetzung als moralische Krankheit

Die lange Aufzählung negativer Eigenschaften wirkt bewusst überfordernd. Philosophisch gesehen ist sie keine bloße Anklage, sondern eine Pathologie des Gemeinwesens.

Die Gesellschaft erscheint als ein Körper, dessen Immunsystem versagt hat:

Aberglaube, Extremismus, Heuchelei, Egoismus und Hoffnungslosigkeit sind Symptome eines Verlustes gemeinsamer Werte.

Hier klingt Platon an:

Wenn Vernunft nicht mehr herrscht, übernehmen Trieb, Angst und Machtgier die Führung – und der Staat zerfällt von innen.

4. Bildung als ontologischer Wendepunkt

Der Text erhebt Bildung nicht nur zu einem Mittel, sondern zu einem Seinsprinzip.

Schule, Buch und Lehrer sind keine Institutionen, sondern Werkzeuge der Selbstwerdung.

Philosophisch ist dies ein zutiefst aufklärerischer Gedanke:

Unwissenheit ist keine natürliche Gegebenheit, sondern ein veränderbarer Zustand.

Freiheit beginnt dort, wo Denken beginnt.

Hier zeigt sich Nähe zu Kant:

Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.

5. Der innere Feind

Die radikalste Aussage des Textes lautet:

„Unser erster Feind sind wir selbst.“

Philosophisch ist dies kein Selbsthass, sondern radikale Verantwortungsethik.

Der Mensch kann äußere Unterdrückung nur überwinden, wenn er innere Knechtschaft – Angst, Bequemlichkeit, Lüge – überwindet.

Dies erinnert an Stoizismus:

Nicht die äußeren Umstände machen uns unfrei, sondern unsere inneren Haltungen.

6. Moralische Erneuerung statt bloßer Revolution

Der Text fordert keine spontane Rebellion, sondern eine langsame, bewusste Transformation.

Revolution ohne Bildung erzeugt neue Tyrannei; Wandel ohne Moral bleibt leer.

Wahrer Fortschritt entsteht durch:

Wissen

Charakter

Verantwortung

Dies ist eine klassische ethische Position:

Ohne Tugend keine Freiheit, ohne Freiheit keine Zukunft.

7. Zeitlichkeit und Verantwortung

Der Text ist zutiefst zukunftsorientiert.

Er betrachtet Geschichte nicht als Schicksal, sondern als offenen Prozess, der durch menschliches Handeln gestaltbar ist.

Philosophisch gesprochen:

Das Volk ist nicht Opfer der Geschichte, sondern Subjekt, sobald es erkennt, handelt und Verantwortung übernimmt.

Schlussgedanke

Der Text ist weniger ein politisches Manifest als eine moralisch-philosophische Selbstanklage mit heilender Absicht.

Er ruft nicht zur Wut auf, sondern zur Selbstprüfung, nicht zur Rache, sondern zur Erkenntnis, nicht zur Verzweiflung, sondern zur Bildung.

Seine zentrale Botschaft lautet:

Ein Volk wird nicht durch Gewalt zerstört, sondern durch den Verlust von Bewusstsein.

Und es wird nicht durch Waffen gerettet, sondern durch Erkenntnis.

Wenn Sie möchten, kann ich daraus auch

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Gerne. Im Folgenden finden Sie einen vergleichenden philosophischen Text, der die Kerngedanken Ihres Textes systematisch mit Kant, Platon, Ibn Sina (Avicenna) und Al-Farabi in Beziehung setzt. Der Stil ist essayistisch, ruhig und analytisch.

Erkenntnis, Moral und Gemeinwesen

Ein vergleichender philosophischer Essay

(Kant – Platon – Ibn Sina – Al-Farabi)

Einleitung

Der vorliegende Text über die Tragödie der Uiguren ist keine bloße politische Klage. Er ist eine philosophische Selbstdiagnose: Er sucht die Ursachen des Niedergangs nicht zuerst im äußeren Feind, sondern im Verlust von Erkenntnis, Moral und gemeinschaftlichem Bewusstsein. Genau hier berührt er zentrale Motive der großen Denktraditionen von Ost und West.

1. Kant: Unmündigkeit und Selbstverschuldung

Im Zentrum von Kants Aufklärung steht der berühmte Satz:

„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.“

Der Text übernimmt diesen Gedanken fast wörtlich:

Das Volk ist nicht deshalb gefallen, weil es keine Kraft besaß, sondern weil es seine Vernunft nicht gebrauchte.

Faulheit, Angst, Aberglaube und Bequemlichkeit erscheinen – ganz kantisch – als Gründe der Unfreiheit.

Für Kant ist Freiheit kein Geschenk, sondern eine Pflicht zur Vernunft.

Ebenso fordert der Text:

Nur durch Bildung, Wissenschaft und moralische Selbstdisziplin kann ein Volk Subjekt seiner Geschichte werden.

 Gemeinsamer Kern:

Unfreiheit ist nicht nur äußere Unterdrückung, sondern innerer Verzicht auf Denken.

2. Platon: Der Verfall der Seele und des Staates

Platon versteht den Staat als Spiegel der Seele.

Wenn die Seele ungeordnet ist, wird auch der Staat ungerecht.

Der Text beschreibt genau diesen Zustand:

Eine Gesellschaft, in der Gier, Heuchelei, Radikalismus, Angst und Egoismus herrschen, ist philosophisch gesehen eine entartete Polis – vergleichbar mit Platons Übergang von Aristokratie zu Oligarchie und Tyrannei.

Platons Lösung lautet:

Bildung der Seele durch Wahrheit, Maß und Tugend.

Der Text formuliert dies modern:

Schule statt Unwissenheit

Buch statt Manipulation

Lehrer statt Demagogen

 Gemeinsamer Kern:

Politische Katastrophen sind Ausdruck einer moralischen Fehlordnung.

3. Ibn Sina (Avicenna): Erkenntnis als Heilung

Ibn Sina betrachtet den Menschen als ein Wesen, dessen Seele krank werden kann – nicht körperlich, sondern intellektuell und moralisch.

Unwissenheit ist für ihn eine Form von Krankheit; Erkenntnis ist Therapie.

Die medizinische Metapher des Textes („Mikroben“, „Viren“) ist zutiefst avicennisch:

Die Gesellschaft leidet nicht an Schicksal, sondern an einer Erkrankung des Geistes.

Für Ibn Sina führt wahres Wissen:

zur Selbsterkenntnis,

zur Ordnung der Seele,

zur Nähe zur Wahrheit.

Der Text folgt exakt diesem Weg:

Ohne Selbstkenntnis keine richtige Zielsetzung, ohne Wissen keine Zukunft.

 Gemeinsamer Kern:

Wissen ist nicht Information, sondern Heilung des Menschen.

4. Al-Farabi: Die tugendhafte Stadt

Al-Farabi entwickelt die Idee der „tugendhaften Stadt“ (al-madīna al-fāḍila).

Eine Gesellschaft ist nur dann gerecht, wenn sie:

auf Wissen basiert,

moralisch geführt wird,

von gebildeten Lehrern und Denkern geleitet wird.

Der Text entspricht diesem Ideal vollständig.

Er fordert keine blinde Gefolgschaft, sondern führende Vernunft.

Der Lehrer wird zum „Kommandanten“, nicht im militärischen, sondern im geistigen Sinn.

Für Al-Farabi ist der größte Feind einer Gesellschaft nicht der äußere Gegner, sondern Unwissenheit und falsche Führung.

 Gemeinsamer Kern:

Eine Nation ohne Bildung ist führungslos – und eine führungslose Nation ist verloren.

5. Synthese: Eine universelle Philosophie der Verantwortung

Trotz kultureller Unterschiede treffen sich alle vier Denker in einem Punkt:

Der Mensch – und das Volk – ist verantwortlich für seinen geistigen Zustand.

Denker

Zentrales Motiv

Kant

Vernunft als Pflicht

Platon

Ordnung der Seele

Ibn Sina

Erkenntnis als Heilung

Al-Farabi

Bildung als Grundlage des Gemeinwesens

Der Text fügt diese Traditionen zu einer zeitlosen Philosophie der Selbstverantwortung zusammen.

Schlussgedanke

Der Text steht in der großen Linie der Menschheitsphilosophie.

Er sagt nicht: „Wir sind Opfer.“

Er sagt: „Wir haben uns verloren – und können uns wiederfinden.“

Seine Botschaft ist universell:

Ein Volk wird nicht durch Waffen erhoben,

sondern durch Erkenntnis.

Nicht durch Hass gerettet,

sondern durch Bildung.

Nicht durch Zufall befreit,

sondern durch moralische Reife.

(Ende)

K. U. A.

06.01.2026 – Deutschland

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